Es ist mittlerweile schon nichts mehr Aufsehenerregendes, wenn man von einem Arbeitskollegen erfährt, dass er PLE in irgendeiner Form in seinen Unterricht integriert. Auch mir ist das schon passiert! So habe ich in diesem Semester mit einer Klasse ein eigenes Theaterstück geschrieben und es dann auch zur Aufführung gebracht. Anspruchsvoll dabei war die laufende Überarbeitung des Skripts, denn alle Neuerungen mussten den “Schauspielern” der Klasse immer so schnell wie möglich zugänglich gemacht werden. Daher nutzten wir das von der Schule bereits zur Verfügung gestellte Sharepointportal. Dort konnten wir das Theaterskript fortlaufend aktualisieren und jede/r aus der Klasse konnte jederzeit darauf zugreifen. Dieses Vorgehen hat den allgemeinen Arbeitsprozess nicht nur erleichtert, sondern auch um einiges beschleunigt.
Bei arbeitsteiligen Prozessen, die voneinander abhängig sind und nicht nur an der Schule und während der Schulzeit laufen, ist die Verwendung von gemeinsamen Lernplattformen eine Bereicherung und klar als ein Fortschritt zu erkennen.
Aber auch andere Nutzungsmöglichkeiten zur Gestaltung und Unterstützung des Unterrichts tun sich auf. Gerade wenn ich an eine von mir entworfene Werkstatt denke, könnte ich für mehrere Aufgaben sowohl Social Bookmarking, PLE’s und Blogs einsetzen. Zum Beispiel wenn die Schüler für die erste Aufgabe ein Lesetagebuch führen müssen, also eine Art Tagebuch, in dem sie ihre Lesefortschritte und ihre Auseinandersetzung mit dem Gelesenen (Werke der Deutschen Literatur) dokumentieren müssen. Die Einträge könnten auch in Form eines Blogs geführt werden. Der Vorteil läge auch dabei, dass die Schüler gegenseitig von ihren Einträgen profitieren könnten und ich als Lehrperson fortlaufend die Lesefortschritte beobachten und gegebenenfalls auch kommentieren könnte. – Bei einer anderen Aufgabe, in der es darum geht, dass sich die Schüler Sekundärliteratur zu ihren Büchern beschaffen, könnte ich ihnen meine Links durch Diigolet zugänglich machen, so dass sie schneller zu sinnvollen und verlässlichen Seiten gelangen. Dasselbe gilt auch für die Suche nach Primärliteratur…
Überall, wo es darum geht Material verfügbar zu machen und Informationen auszutauschen, scheinen mir die Ressourcen von IKT eine sinnvolle Alternative zum “üblichen” Papierverkehr zu bieten.


